Weg mit alten (Erziehung-s)Mustern! Die Yager-Methode

Wollen wir so erziehen, wie unsere Eltern erzogen haben? Das ist die große Frage. Einerseits wollen wir ihre Fehler vermeiden – und andererseits fallen wir gerade unter Belastung viel zu oft in bekannte Verhaltensmuster zurück. Manches können wir durch Willensanstrengung verändern, bei anderem scheinen wir wie blockiert zu sein.

Ich möchte euch heute von ein paar meiner Ängste erzählen und mit der Yager-Therapie einen möglichen Weg daraus vorstellen, den mir Fips’ Tagesmutter gezeigt hat. Vielleicht erinnert ihr euch noch an ihre Einschlaftipps ohne Mamabrust – jedenfalls ist sie eine kluge Frau mit einem waremn Herzen und einem weiten Horizont.

Ja, es wird etwas esoterisch (möglicherweise), aber was soll’s. Ich habe meine Ängste und Krisen so satt. Ich will endlich meinen Platz finden. Meinen Frieden. Meinen ganz eigenen Weg. Wenn es euch genauso geht, dann lest – einfach mal so, ganz vorurteilsfrei. Einfach mal schauen, was in eurer Lebensbibliothek so vor sich geht, und was davon eigentlich mal aussortiert und umprogrammiert werden könnte.

Wir alle tragen Narben auf unseren Seelen – Beschädigungen, Wunden, Ängste, die oft aus unserer Kindheit stammen. Von denen wir uns nie ganz lösen konnten und bei denen wir nur einen Wunsch haben: unsere Kinder davor zu bewahren.

Bei mir ist es die bis heute überwältigende Angst vor meinem Vater. Ich sage nicht, dass er mir kein guter Vater sein wollte – aber auch seine Seele nahm Schaden, und der wurde nie geheilt. Es war und ist auch nicht meine Aufgabe, ihn zu heilen, das weiß ich heute zumindest theoretisch. Aber auskommen muss ich damit.

Es fällt mir nicht leicht, das hier aufzuschreiben. Aber ich will nicht, dass Fips die Last tragen muss, die sich aus dieser Angst ergibt: die dauerhafte Unsicherheit, die Angst vor Liebesentzug, die fehlende Selbstwertschätzung, das niederdrückende Sich-nicht-lösen-können.

Wie ich erziehe: Was ich wählen kann, und was nicht.

Ich mache sicher Fehler bei der Fips-Erziehung. Aber fehlende Geborgenheit soll verdammt noch mal nicht dazugehören.

Ich will all meine Liebe freimütig geben, ein fester Boden unter Fips’ Füßen sein und absolute Sicherheit schenken, komme, was wolle. Meinen Kampf um Liebe soll Fips nie kämpfen müssen.

Meistens kriege ich das auch ganz gut hin. Meinen Erziehungsstil würde ich generell als liebevoll und kompromissbereit im Rahmen von in meinen Augen vernünftigen Regeln beschreiben. Ich lasse Fips nie allein, ich versuche immer zu verstehen, aber am Ende gehen wir Hand in Hand auf meinem Weg. Ist das bindungs- oder bedürfnisorientiert? In großen Teilen schon, denke ich.

Das mit der Liebe klappt soweit ganz gut. Denn bei jedem kleinen Kuss, jeder rettenden Umarmung, jeder geduldigen Begleitung für Fips küsse, umarme und begleite ich das ehemalige Kind in mir. Klingt egoistisch, ist aber heilsam und schadet auch Fips nicht, denke ich.

Aber ein gesundes Selbstvertrauen, eine unbeirrbares Selbstwertgefühl und ein positives Körpergefühl mit allem, was natürlicherweise dazugehört, das kann ich nicht geben, nicht vorleben. Das mit der bedingungslosen Liebe zu Fips schaffe ich, aber die anderen Narben sind immer noch da. Allein kriege ich die nicht weg, oft komme ich hier scheinbar nicht einmal an die Ursachen, die sich tief in meinem Unterbewusstsein oder Wasweißichwo eingenistet haben.

Wie verändert man, was unveränderbar scheint?

Nicht die Lösung, aber ein möglicher Weg dahin begegnete mir per „Zufall“ (wie so viel im Leben, was immer dann kommt, wenn man es am meisten braucht). Kindergarten-Fips und ich besuchten die Tagesmama, und im Zuge des allgemeinen Wie-geht’s-dir-so erzählte mir Dana von ihrer gerade abgeschlossenen Ausbildung als Yager-Code-Therapeutin. „Jäger-was?“, fragte ich (denn der Yager ist amerikanischen Ursprungs, so dass ich doppelt keine Ahnung hatte).

Die Erklärung folgte umgehend – und hier lasse ich nach meiner ellenlangen Einleitung nun endlich Dana selbst zu Wort kommen.

Wie bist du dazu gekommen, dich mit unbewusstem Verhalten und seinen Folgen auseinander zu setzen?
Ich bin selbst Mutter von zwei Kindern. Wie wohl jede Mama spürte ich ab der Geburt meines älteren Sohnes den unbewussten Drang, meinen Kindern die beste Grundlage für ihr Leben zu bieten. Deswegen beschäftigten mich einige Fragen sehr intensiv: Wie kann ich erreichen, dass meine Kinder ein zufriedenes und glückliches Leben führen? Was brauche ich bzw. was kann ich tun, um fit, vital und gesund alt zu werden?
Im Laufe meines Lebens habe ich viele Antworten gefunden, dazu gehören gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung, Liebe geben und empfangen, aber auch Energiearbeit wie z.B. Reiki und andere Techniken.
Eine der ganz wichtigen Erkenntnisse habe ich während meiner Tätigkeit als Problemhunde-Therapeutin gewonnen: Nicht nur Tiere, sondern auch der Mensch handelt überwiegend aus seinem Unterbewusstsein. Oder anders gesagt: Viele Menschen streben mit ihrem bewussten Verstand zwar eine Änderung an, können diese jedoch schwer bzw. gar nicht umsetzen, da das Unterbewusstsein unser Handeln und unsere Reaktionen zu 95% bestimmt.
Die ersten und wichtigsten Informationen speichert unser Unterbewusstsein in der Prägephase im Alter von 0-3 Jahren. Noch bis zu einem Alter von 6 Jahren glauben unsere Kinder alles, was wir als Eltern ihnen erzählen. Es wird nichts hinterfragt, sondern alles als wahr im Unbewussten abgespeichert. Hier wollte ich einen positiven Beitrag leisten und zwar nicht nur bei meinen eigenen Kindrn: So kam ich auch zu der Entscheidung, als Tagesmutter zu arbeiten.

Aber ich habe immer nach noch mehr gesucht: Durch die Erfahrung von Krankheit in der eigenen Familie und die Erkenntnis, dass die Ursachen dieser Krankheiten vorwiegend psychogener Natur waren – also ihren Ursprung im Unbewussten hat –, suchte ich nach Möglichkeiten, auch hier Unterstützung geben zu können. Und wenn man diesen Wunsch wirklich ernst meint, findet man, was man sucht. So stieß ich auf den Yager-Code, auch bekannt als Yager-Therapie.

Was ist die Yager-Therapie?
Der sogenannte Yager-Code wurde vor über 40 Jahren von Dr. Edwin Yager, einem klinischen Professor am psychiatrischen Institut der kalifornischen Universität in San Diego, entwickelt und von ihm bis zu seinem Tod im Jahre 2019 weiter erforscht. Nach Deutschland kam die Methode erst vor etwa fünf Jahren mit Hilfe von Dr. Norbert Preetz, dem Diplompsychologen und Gründer des „Deutsches Institut für Klinische Hypnose“. Sie ist hier also noch ziemlich unbekannt, aber das will ich ändern.

Die Yager-Therapie ist aber keine Hypnose. Wie funktioniert sie?
Sie ist eine klinisch erprobte, sehr effektive Behandlungsmethode und wird auch Subliminal Therapie genannt. Der Begriff setzt sich aus den lateinischen Worten „sub“ (unter) und „limen“ (Schwelle) zusammen und bezeichnet die unterschwellige Darbietung bzw. Wahrnehmung von Reizen. „Unterschwellig“ bedeutet hier, dass die Schwelle des Bewusstseins nicht überschritten wird. Anders gesagt: Die Menschen bemerken die subliminalen Reize nicht, denn sie sind dem Bewusstsein nicht zugänglich. Trotzdem haben sie einen starken Einfluss.
Wenn ein Mensch etwa in früher Kindheit traumatisierende und damit prägende Situationen erlebt hat (beispielsweise in Not allein gelassen worden zu sein), dann entwickeln sich daraus negative Glaubenssätze: „Ich bin wertlos“, „Ich bin schuldig“ oder „Ich bin nicht gut genug“. All diese Erfahrungen, Erlebnisse, Ereignisse und Glaubenssätze sind dabei in unserem Unterbewusstsein als Konditionierung gespeichert.

Schon ein einzelner negativer Glaubenssatz besitzt sehr oft starke Macht: Er verursacht extreme Probleme, die uns dann lebenslang begleiten. Zum Beispiel entwickeln sich Ängste, den Erwartungen anderer Menschen nicht gerecht zu werden. Diese Ängste wiederum können zu zwanghaftem Perfektionismus führen. Dementsprechend wird der Betroffene möglicherweise überdurchschnittlich viel arbeiten und sich damit überlasten. Er wird wahrscheinlich Beziehungen vernachlässigen und durch den immensen Stress möglicherweise an Burn-out oder Depressionen leiden. Außerdem schwächen diese starken psychischen und physischen Belastungen das Immunsystem und die Selbstheilungskräfte. Sie ebnen damit auch vielen körperlichen Erkrankungen den Weg.
Mit der Yager-Therapie können all die schädlich auf uns wirkenden Konditionierungen und somit auch die sich daraus entwickelten Symptome (z.B. körperliche oder psychische Erkrankungen) geheilt werden.

Der Klient nimmt dabei nicht zwingend bewusst wahr, wie genau die Heilung geschieht. Dennoch findet diese Art der Behandlung findet ohne Trance, Hypnose oder Regression statt.

Wie stellt man sich während der Therapie den eigenen Konditionierungen?
Anders als bei anderen Therapieformen müssen traumatisierende Situationen u.ä. nicht noch einmal durchlebt werden. Nach einer Vorbesprechung der Probleme und der gewünschten Ziele, begibt sich der Klient in die Entspannung, während der Therapeut seine übergeordnete innere Instanz, das sogenannte Zentrum, anspricht.

Anders gesagt: Bei der Yager-Therapie werden die von den allermeisten Menschen nicht bewusst wahrgenommen Ressourcen und Fähigkeiten unseres eigenen unbewussten Geistes genutzt, um mit Hilfe dieser intelligenten Instanz negative Konditionierungen zu lösen bzw. zu rekonditionieren und umzuschulen. So werden Ängste gelöst und durch positive Gefühle oder Verhaltensweisen ersetzt.
Insgesamt handelt es sich um eine sehr sanfte und schonende Methode. Es ist aber trotzdem eine ursachenorientierte Therapie, die unsere Altlasten an der Wurzel aufspürt. Die Lösung (Rekonditionierung) findet quasi im Hintergrund unseres Bewusstseins statt, so dass man keine belastenden Situationen aus der Vergangenheit durchlebt.

Welche erfolgreichen Beispiele kannst du nennen, welche die Eltern-Kind-Beziehung bzw. das Thema „anders erziehen als man selbst erzogen wurde“ betreffen?
Konkrete Beispiele sind hier meiner Meinung nach nicht wirklich hilfreich, da dies nur Aussagen wie „hatte keine Geduld – hat jetzt mehr Geduld“ wären.

Mir geht es mehr ums Allgemeine: Da wir zu 95% aus unserem Unterbewusstsein handeln, gleichen unsere Erziehungsmethoden entweder denen unserer Eltern oder entwickeln sich völlig konträr, weil wir diese Methoden ablehnen. In beiden Fällen findet die Erziehung aber nicht nach unserem freien Willen statt, das heißt, wir handeln nicht 100%ig bewusst, sondern aus den unterbewussten Prägungen unserer Kindheit.
Sobald man mit dem Yager-Code seine eigenen kindlichen Verletzungen und Enttäuschungen geheilt und gelöst hat, sind die eigenen Reaktionen und Handlungen dem Kind gegenüber nicht mehr von den vergangenen Konditionierungen und Prägungen verursacht. Stattdessen ist man tatsächlich in der Lage, die Erziehungsmethode anzuwenden, die man für sich selbst wählen möchte.
So weit die Theorie. In der Praxis zeigt sich dann, dass die Eltern nach der Therapie besser reflektieren und viel bewusster sind. Entsprechend stehen sie ihren Kindern anders gegenüber als gestresste und genervte Eltern, die in einer Art Unbewusstheit durch den Alltag gehen. Beispielsweise schreien sie ihr Kind in Situationen, in denen sie sonst sehr wütend reagierten, nicht mehr an.

In welchen Bereichen funktioniert die Yager-Therapie?
Die Yager-Therapie besitzt großes Potenzial bei der Behandlung psychischer Probleme, mit oder ohne physische Auswirkungen.
Durch negativen Konditionierungen und Prägungen kann es zu Fehlregulationen bzw. Störungen auf seelischer, aber auch auf körperlicher Ebene kommen. So entstehen z.B.

  • Ängste jeglicher Art und Sorgen im Allgemeinen,
  • depressive Verstimmungen,
  • einschränkende Glaubenssätze,
  • persönliche Krisen,
  • emotionales Leid (wie Wut, Schuld, Hilflosigkeit, sich ausgeliefert fühlen, Machtlosigkeit, Trauer, Hoffnungslosigkeit, schlechte Laune),
  • Beziehungsprobleme,
  • allgemeine zwischenmenschliche Probleme,
  • Erschöpfung und Überforderung,
  • Schlaflosigkeit,
  • Phobien,
  • Süchte (alle stoffgebunden und nichtstoffgebundenen),
  • Schmerzen
  • chronische Krankheiten.

Bei all diesen Befindlichkeiten und Problemen kann die Yager-Therapie helfen.

Wie fühlt man sich nach einer Therapiesitzung?
Die Frage kann ich nicht eindeutig beantworten. Jeder hat andere Themen und Befindlichkeiten bzw. sogar Krankheiten, also andere Voraussetzungen. Die meisten fühlen jedoch eine Art Leichtigkeit oder Befreiung, wenn sich nach der ersten Sitzung schon viele Konditionierungen gelöst haben. Oft folgt aber auch eine vorübergehende Verspannung von Muskeln im Nacken- oder Bauchbereich, die sich dann quasi im Gleichschritt mit den alten Konditionierungen wieder auflöst.

Wie viele Sitzungen braucht man, um Erfolge zu erzielen?
Wissenschaftliche Studien belegen eine durchschnittlichen Erfolgsquote von über 80% bei einer durchschnittlichen Behandlungsdauer von 3-6 Sitzungen zu einem Problem.

Können auch Kinder mit dem Yager-Code behandelt werden, wenn sie bereits belastende Situationen erlebt haben?
Kinder ab einem Alter von ca. 9 oder 10 Jahren können sehr gut mit dem Yager-Code behandelt werden.

Eine ganz ketzerische Frage: Muss man daran „glauben“, damit es klappt?
Ganz klares: nein. Aber eine ganz enorm wichtige Voraussetzung ist, dass man die Veränderung wirklich und aufrichtig wünscht.
Der Rekonditionierung entgegenstehen kann jedoch eine unbewusste Kontraindikation, also die Angst vor einer negativen „Nebenwirkung“: Beispielsweise möchte jemand unbedingt gesund werden, müsste aber mit wiederhergestellter Gesundheit wieder ins Berufsleben einsteigen. Dann besteht die Möglichkeit, dass sich das Unterbewusstsein gegen die Heilung stellt, weil der Klient eigentlich lieber zu Hause bleiben möchte. Solche Bedenken müssen also im Vorfeld abgeklärt werden.

Oft sind die Nebenwirkungen aber gar nicht so extrem und häufig kann man bei der Formulierung der neuen Ziele darauf eingehen.

WAS HAT DIE THERAPIE MIR GEBRACHT?

Ganz „fertig“ ist man wohl nie mit der Yager-Therapie – Dana selbst nennt es „Spielen“, wenn sie nach Bearbeitung der großen Problemkomplexe in die Feinheiten einsteigt.

Hier sind meine bisherigen Ergebnisse:

  • Vollkommen verschwundene Periodenschmerzen: Früher hatte ich gerade am ersten Tag heftig mit Krämpfen und Rückenschmerzen zu tun – jetzt spüre ich, dass Down Under was los ist, aber der Schmerz ist weg.
  • Ich habe das Ziel der Selbstliebe noch nicht erreicht, aber in mir ballt sich Auflehnung, wenn mir jemand an die Seele will. Ich kann es noch nicht immer aussprechen (denn Konfliktscheue ist auch eins meiner Themen), aber das NEIN! ICH GEHÖR MIR! wird lauter.
  • Der Umgang mit dem Fipspapa ist wertschätzender und toleranter geworden. Himmel, kann der Kerl sich schräg benehmen. Aber was soll’s, im tiefsten Herzen liebe ich ihn. Also hinweg mit den Oberflächlichkeiten.

Aber es liegt noch Arbeit vor mir.

Gerade bearbeiten wir meinen Bauchraum, der als Sitz der inneren Wurzeln bei mir ziemlich leidet. Kurz: Was ich bisher bearbeitet habe, hat weitere Lawinen losgetreten, aber ich bin auf dem Weg.

Und auch das ist etwas, was ich Fips vermitteln will: Du darfst Fehler machen. Denn jeder Tag ist ein Neuanfang. Nutze ihn, wenn du bereit bist.

Auch neugierig geworden?

Dann habe ich hier Danas Kontaktdaten für euch:

Dana Kraus in Berlin-Schönefeld

Website: www.yager-code.com
e-mail: danakraus@yager-code.com
Handy: 0170 560 17 77

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