Ein Babybauch ist (k)eine Maßarbeit

Der perfekte Babybauch, Anti-Übelkeits-Essen & andere Freuden

Dass Fips mich in der Schwangerschaft immer mal wieder Appetit auf Fast Food oder bestimmte Süßigkeiten entwickeln ließ, war halb so wild. Diese Gelüste hatte ich schließlich auch schon gehabt als ich sozusagen noch solo war. Die Lust auf Frisches und Grünes hat aber schon immer überwogen, und das tut sie auch jetzt zum Glück noch.

Was sich allerdings komplett geändert hatte, waren die Häufigkeit und damit die Endmenge meiner Mahlzeiten: Während ich früher mit einer Schale Müsli, einem sportkopatiblen Mittagessen, einem Apfel und einer Bratstulle hier und da zum Abendbrot bestens auskam, schrie Fips vehement nach mehr – schon allein, um die Schwangerschaftsübelkeit einzudämmen.

First we take the Bauchmuskeln, then we take the Figur!

Mein Glück: Fips mochte keine großen Mahlzeiten. Von meinem Sonntagsbrötchen hob ich also die Hälfte auf, um sie zwei Stunden später zu essen. Dasselbe galt für warme Mahlzeiten. Nichtsdestotrotz musste ich eine Menge Snacks einführe, zum Beispiel:

  • eine Scheibe Knäcke-, Käse- oder Quarkbrot
  • Nüsse, Trockenfrüchte oder Studentenfutter
  • saure Gurken, eingelegter Kürbis oder Rote Beete
  • Joghurt oder Quark
  • Obst oder Gemüse in rauen Mengen

Ja, das ist alles sehr gesund und das regelmäßige Essen half auch wirklich gegen die Übelkeit – doch es war eben doch mehr als meine übliche Ration. Von älteren Leuten hört man ja öfter, dass man während der Schwangerschaft „für zwei“ essen müsse – Quatsch. Das funktioniert leider nicht wirklich.

Hüftspeck vs. Übelkeit

Im ersten Trimester ändert sich der Kalorienbedarf laut wissenschaftlichen Erkentnissen noch gar nicht. Und danach braucht frau maximal 250 Kilokalorien mehr, was etwa einer Scheibe Vollkornbrot mit Käse und einer Tomate entspricht. Mein Anti-Übelkeits-Programm umfasste da doch deutlich mehr. Fakt. Denn nach ein paar Wochen Anti-Brechreiz-Essen merkte der weltbeste Ehemann auf Nachfrage schüchtern und in die Enge getrieben an, dass ich vielleicht „ein kleines bisschen Hüftspeck“ zugelegt hätte.

Autsch. So viel Ehrlichkeit tat ganz schön weh. Denn das Wachstum des Babybauchs betrachtete ich zwar mit viel Liebe und Spannung, aber Hüftspeck…? Trotzdem war ich heilfroh, als die Schwangerschaftsübelkeit endlich vorüber war und ich mich wieder auf mein Hungergefühl verlassen könnte. Und das sagte in der 15. SSW Folgendes:

  • Frühstück: eine Scheibe Vollkornbrot mit Tomate, eine Kiwi und dazu ein Glas Milch oder (manchmal) ein Becher Kaffee (mit wenig Kaffee und viel Milch)
  • Vormittags: 2-3 Löffel Müsli oder ein Apfel
  • Mittags: warmes Essen (gern etwas mit Fisch, aber vor allem etwas mit frischem, knackigem Grün).
  • Nachmittags: Wassermelone oder Mango oder Himbeeren oder Paprika oder mehr Tomaten (Tomaten sind der Hit! Aber nur mit Salz.) – kurz: Obst und Gemüse. Ein paar Nüsse sind auch was Feines.
  • Abends: Falls ich mittags warm gegessen habe, gibt’s jetzt ein Käsebrot – natürlich mit Tomaten. Sonst umgekehrt.

Im Prinzip ist das nicht viel mehr als früher. Was sich definitiv geändert hat ist, dass ich jedem Appetit auf Obst und Gemüse jetzt vollkommen nachgebe, während ich früher dann doch manchmal zu „geizig“ war, um mir diese frische Köstlichkeit zu gönnen. Außerdem erlaube ich grundsätzlich das, worauf der Fips gerade Appetit äußert. Selten sind es Gummitiere, ziemlich oft Algensalat mit Sesam oder manchmal eine feine Pizza.

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Ich denke mir: Wenn Fips es will, wird er es brauchen.Und das heißt noch lange nicht, dass ich eine ganze Tonne davon essen muss. In Fips‘ Minimagen passen schließlich maximal drei Gummitiere (hihi).

Zurück zum Gleichgewicht

Und – verteufelt mich, Mädels! – ich steige jeden Tag auf die Waage. Nicht, um mich an ein bestimmtes Gewicht zu klammern oder mich wohlmöglich auf eine Zahl herunterzuhungern. Ich lebe (und esse!), was und wie es dem Fips guttut. Aber ich will mein Gewicht sehen und ein Gefühl dafür bekommen, wie sich mein Körper verändert.

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