5 Tipps für die Work-Mom-Life-Balance

Wieder arbeiten gehen? Konnte ich mir mit Fips bis zum Ende der Elternzeit nicht vorstellen! Am liebsten wäre ich drei Jahre zuhause geblieben, um die wichtigsten Monate in Fips‘ Leben nicht zu verpassen. Aber 1) war da das liebe-liebe-gottverdammte Geld und 2) gab es da doch manchmal Augenblicke von „Wär’s nicht schön, jetzt am Schreibtisch zu sitzen, ohne dass jemand an meinem Bein zerrt?“

Wie auch immer: Wieder arbeiten gehen. Ob es anders gegangen wäre, war bei uns nicht die Frage. Es musste gehen. Bei dem Gedanken daran und auch an meinem ersten Arbeitstag war ich alles andere als glücklich, aber inzwischen habe ich mich als #workingmom gut arrangiert. Und das sind die Gründe dafür:

1. Wisse, dass dein Kind gut aufgehoben ist

Ob Kindergarten, Tagesmama, Papa, Oma oder die Großfamilie nebenan… ich sage, es ist ganz egal, wie du die Betreuungsfrage löst. Hauptsache, deinem Kind geht es gut und dir geht es gut. Und lass dir von keinem reinquatschen, ob es mit 10 oder 12 oder XY Monaten nicht langsam an der Zeit für Abnabelung bzw. zu früh dafür sei. Vertrau deinem Gefühl und dann finde jemandem, dem du deinen Ex-Bauchbewohner ohne Sorgen anvertrauen willst.

2. Plane deinen Tag ohne Hetze

Zu Singlezeiten habe ich meinen Wecker so gestellt, dass ich möglichst lange schlafen konnte, und bin dann zack-zack in 35 Minuten durch meine Morgenpflegeroutine gehuscht. Nun ja: Zack-zack ist jetzt nicht mehr drin. Drin ist stattdessen eine letzte Bevor-Mama-den-BH-zuknipst-Morgenmilch, ein Holst-du-Mama-Socken, ein Wo-ist-bloß-dein-Schuh, das Den-Helm-musst-du-aufsetzen-geht-nicht-anders, ein Letztes-Kuscheln-und-winkewinke. Und noch so einiges dazwischen.

Kurz: Das sind keine 35 Minuten mehr. Deswegen machen wir morgens nur das Nötigste, denn viel Programm inklusive Hetze funktioniert einfach nicht (ebenso wie längeres In-den-Spiegel-starren zwecks Hübschmacherei). Bevor ich also mich hetze, was Fips stresst, was wiederum mich stresst, verschiebe ich die Hübschmachroutine lieber auf den Abend und restauriere morgens nur noch kurz. Außerdem habe ich das Glück der Kernarbeitszeit: Ich muss also nicht zwingend dannunddann im Büro sein.

Also scheiß auf einen Morgenroutineablauf im vorgeplanten Minutentakt! Wenn noch eine Umarmung nötig ist, damit die Stimmung entspannt bleibt, dann her damit! Arbeiten gehen kann man immer noch früh genug. Und im Gegensatz zur verpassten Umarmung kann man im Job fast alles nachholen.

3. Liebe deine Rituale

Obwohl die Alltage nun einer Choreographie folgen, versuche ich, immer noch Momente des Genießens zu finden: zum Beispiel, wenn wir nach dem Anziehen noch fünf Minuten haben, um ein Buch anzuschauen. Oder wenn ich Fips bei der Tagesmama verabschiedet habe und ihre Tür hinter mir schließe: Einmal atmen. Einmal kurz stolz sein, dass ich es so gut geschafft habe, wie ich konnte. Puh.

Im Büro folgt mein Highlight des freien Working-Mom-Daseins: Ich lasse mir von der fancy-pancy Kaffeemaschine einen Latte Macchiato servieren und mache mir ein Müsli. Und esse es. Ganz. Allein. Ungestört. Keiner will probieren, keiner will mir reinpatschen, keiner will auf meinen Schoß. Hach.

4. Mach einen guten Job

In diesen Tagen stelle ich wieder fest, wie unverzichtbar dieser Punkt ist. Und das meine ich nicht unbedingt im herkömmlichen Sinne des Karrieleitersteigens. Sondern die Betonung liegt vielmehr auf: mach einen guten Job. Tu etwas, was dich glücklich macht. Was dich erfüllt. Was dir tolle Kollegen beschert, mit denen du nicht nur arbeiten, sondern auch quatschen und lachen kannst. Was deinen Kopf vom Kinderkram freimacht, was deine Fähigkeiten fördert und was du liebst.

Keine Frage: Projektmanagerin, Köchin, Animateurin, Psychotherapeutin, Pädagogin, Vorleserin, Organisationsgenie und Waschfrau sind äußerst lobens- und lebenswerte Tätigkeiten. Aber es macht auch Spaß, mal wieder etwas aus dem alten Leben zu tun (ooooder etwas ganz Neues, denn das Leben ist einfach zu kurz, um es mit einem Scheißjob zu verbringen und die entstehende Scheißlaune vielleicht auch noch in den raren Stunden mit Kind nicht mehr in den Griff zu kriegen).

Notiz an mich: Behalte den Punkt mit dem Scheißjob im Kopf, bitte.

5. Erwarte das Beste

Oh Gott, kriege ich das hin? Kann ich nach einer schlaflosen Nacht auf der Arbeit überhaupt was leisten? Bin ich für die Kollegen jetzt bloß noch die Mutti? Wird mein Kind es ohne mich aushalten? Und wenn es mal krank wird?

… Fragen über Fragen. Und vorweg auch erst mal keine Antwort. Es hilft nur eins: Entspannt bleiben. Und das Beste erwarten. Du bist toll und dein Kind ist es erst recht. Seit der Geburt habt ihr zusammen die größte Herausforderung gemeistert: nämlich euch kennenzulernen und einen gemeinsamen Alltag zu finden. Das ist jetzt nur der nächste Schritt. Also go for it. Und bleib entspannt.

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